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Wenn Bill fällt - fällt TokioHotel!


Wortlos
Sorry for all the things I could do
Wenn Alpträume fliegen lernen
Bonus FF
Geht das überhaupt?

Instrumente, Freund, Flirten, Musik, Elektronik, Eifersucht… was hat das jetzt alles mit einander zu tun?!

 
Kleinanzeige:

Ein Wochenende – ein Konzert. Wir laden Euch als Band ein auf dem größten Konzert zu spielen.

Die Veranstaltung suchte junge, talentierte NEWCOMER BANDS, die am 28.5 – 31.5 in der Volkswagen Halle spielen wollen. …
 
 
Alles begann mit diesem Artikel. Unsere Band war in heller aufruhe und so kam es, dass wir an diesem besagten Konzert teilnahmen.
Kurze Info über die Band:
Drummer Lars Lange alias „der Todestrommler“ – ein Kommentar
Bassist Janna Kopp alias „der Freak“ – meine beste Freundin und eine kleine Modevernatikerin
Gitarist und Sänger Niklas Süßmilch alias „der Fremdflirter“ – mein bescheuerter Freund
Sängerin Ich, Catti alias „Knopf“ – bescheuerter Name -.-
 
Mein erstes Konzert…
… fing nicht gerade besonders gut an.
Kennst du das, wenn du manchmal einen miesen Tag hast? Du lernst nicht und prompt schreibst du einen Test? Du besudelst dich vor den Augen des Jungen, den du süß findest mit deinem Fruchtsaft?
Das war, wie ich einen miesen Tag definiert hätte bis ich in dieses Auto stieg. Mit diesem Wahnsinnigen am Steuer!
„… und ich antwortete: ach ja? Und wie wärs, wenn ich dir die Miete direkt in…“, plauderte Janna munter, schon die ganze Autofahrt den Fahrer, Lars voll. „SEI ENDLICH STILLE!“, ich ballte meine Hand schon zur Faust, weil meine Freundin nicht den Mund halten konnte und ich mir das dauer-kich-kich anhören musste.
Unser Auto brauste mit Volltempo über eine rote Ampel. „DAS WAR GERADE EBEN EINE ROE AMPEL!!!! KÖNNEN WIR NICHT WENIGSTENS ANHALTEN UND DIESEN WASCHBÄREN (Anmerkung: der Waschbär war auf dem Trip durch das Geländer, der besagte „Abkürzung“,….die keine war, vors Auto gelaufen und Lars hat ihn voll übergebretzelt, … jedenfalls dachten wir das. Doch so war es nicht. Er klebte seit über 30 km an der Stoßstange und schnupperte die Abgase der Autos vor uns) VON DER STOßSTANGE ENTFERNEN?!“ „Reg dich ab! Der Waschbär ruht sich bloß aus.. lass das Vieh in Ruhe!“ antwortete die Ruhe selber, Lars.
Und alles nur um zu diesem Konzert zu kommen. Doch nach 5 Stunden in dem Todesmobil, waren wir angekommen und wurden sogleich von fremdartigen Wesen begrüßt
N..nein, i.. ich habe gerade keinen Jungen in einer Schulmädchenuniform gesehen… das ist nur das Licht hier drinnen, g…genau… er hätte sich wenigstens die Beine rasieren können…
Und alles nur, weil ich mit diesem Jungen….
„WAS MEINST DU MIT: WIR HABEN KEINE GARDERROBE FÜR EUCH?!“, schrie Niklas den Securitymenschen an und war wieder in bester Laune irgendjemanden zu schlagen, „SETZ DIR`NE BRILLE AUF UND CHECK NOCH MAL DIE LISTE!“ „Äh Niklas… hör auf!“, versuchte ich meinen Freund wütend zu beruhigen, „Äh, bitte entschuldigen Sie ihn… er hat was schlechtes gegessen.“, versuchte ich aber auch gleichzeitig den Securitymenschen zu erklären „Seine Manieren vielleicht?“, sagte dieser abwertend. und ich fragte mich noch neben bei was mein Freund denn schlechtes gegessen hätte… was wir Frauen doch nicht alles können: 3 Sachen gleichzeitig. Respekt ^___^
Und diesem Mädchen…
„WAS MEINST DU MIT: WIR HABEN KEIN HOTELZIMMER FÜR EUCH?! ICH SAGTE OPAL MAYDEW…ÜBERPRÜF ES NOCH MAL!“, fauchte Janna den Hotelbesitzer am Telefon an, „DU SOLLTEST ES BESSER FINDEN, BEVOR WIR IM HOTEL ANKOMEN, SONST KRIEGST DU ECHT ÄRGER MIT MIR!“
den würde sie kriegen… „Bitte schrei sie nicht so an… wir schlafen auf der Straße, okay?!“, ich stand verzweifelt dabei und hatte schon Halus, dass ich wirklich die Nackenhaare bei meiner Freundin aufstellen gesehen hatte.
Sagen wir einfach, es war ein mieser Tag. Ich war mit dem größten Schwindlerteam unterwegs, Janna Lars und meinen Freund Niklas.
„Garderobe, gesichert!“ Echt? „Auto, geparkt!“ Aber mit drei vier Beulen! „Hotelzimmer, alles klar!“ Aber erst nach 8 weiteren Hotelzusammenbrüller. „Schnief! Können wir nicht einfach wieder nach Hause fahren?“, Tränen standen mir in den Augen, doch ich wurde mal wieder konsequent ignoriert und meine Freunde machte mal wieder ihre Alles-Super- oder Siegerpose wie sie sie nannten.
Von den Umgangsformen ganz zu schweigen.
„Nein, vergiss es. Wir müssen die Garderobe vorbereiten und die Instrumente auspacken! „NEEIIN; lasst mich gehen…“, ich wurde an den Armen und Beinen weggeschleift
Es war wirklich ein verdammt mieser Tag.
 
Und wisst ihr was? Es wurde auch noch besser.

„Oh wow, deine Fotos sind sooooohooo toll!“, trällerte ein leicht bekleidete des Mädchen meinen Freund voll, „Talentiert UND gut aussehend, wow!“, das Mädchen trug doch tatsächlich nur ein Hasen-Playboy-Porno-Kostüm. „Ach hör auf.“, und meinem Freund gefiel so etwas natürlich.

Genau das war mein Freund, mit dem sie da flirtete

„Ich muss sagen, dieses Kostüm sieht echt klasse an dir aus. Selbst genäht?“, zwinkerte Niklas dem Pornostar zu. „Ja, ganz alleine.

Nein. Eure Augen irren sich nicht!

„Na dann… talentiert UND hübsch gilt auch für dich!“

Auch er flirtete mit ihr. Und zwar direkt vor meinen Augen.

Ich… darf… keine... Szene… machen… krampfhaft versuchte ich mich zurückzuhalten. „Du solltest dich auch verkleiden, ich wette, du hast einen knackigen Arsch, da unter deiner Hose.“ „Na ja. Ich will ja nicht prahlen, aber.. stimmt. Ha! ha!“ Ich versuchte weiterhin krampfhaft keine Szene zumachen. „Und wer ist dieses stille Mädchen hier, deine Schwester?!“ „Ja, äh.. na ja, nein, das ist meine Sängerin... äh, meine Freundin…“ Ich reiste mich verbittert mit dem letzten Funken gesunden Verstand zusammen. „Echt? Ach, das ist zu schade. Man sieht sich, du Hengst!“ SCHLAMPE!

Mein bescheuerter Freund winkte diesem Hasen-Etwas hinterher, „Ahh, dieser Job ist einfach dufte!“, dann ließ er sich zufrieden zurück auf seinen Stuhl fallen und wandte seinen Blick endlich auf mich. Ich war inzwischen wortwörtlich in Flammen aufgegangen und hätte Niklas nur noch töten können.

„Das ist doch bloß eine Fan-Gewinn-Masche!“, schnauze er mich auf einmal an, als er meine Wut bemerkte „Ich hab sie aber nicht wild schreiend, wie normale Fans, gesehen!“, ich funkelte ihn böse an. „Hätte sie aber!“ „Wenn die blöde Freundin nicht hier gewesen wäre, was?!“

Auf einmal wurden wir unterbrochen, „Entschuldigung, darf ich mir mal eure Bandfotos anschauen?“, ein weitere junges Mädchen stand auf einmal vor uns und strahlte ihr schönstes Strahlegrinsen  und wie sollte es auch anders kommen, „Aber klar, Schönheit!“ „…“, mir fehlten die Wort, sprang von meinem Platz und rauschte davon. „He, warte! Wo gehst du hin?“, rief mir mein Freund hinter her. „Irgendwo frische Luft schnappen, wo es keine Trottel gibt!“, warf ich ihm an den Kopf.

„Warte, Catti!“ „Hab ich was Falsches gesagt?!“, entschuldigte sich das Mädchen. „Oh nein, nein…“ und sofort war Niklas wieder Feuer und Flamme für das Strahlemädchen, „Wir haben nur eine Szene nachgespielt…“

 

„..für eine Schulvorstellung.“ Ich drängelte mich durch die Menschenmassen in den Hallen, von überall her hörte ich Fetzten von Gesprächen und wollte nur noch weg. Idiot… Blöder Trottel!!! Verdammter Kerl!!! „Nnngh, blödes Gedrängel..“

-BUMP- ich rannte gegen jemanden „He. Pass auf.“, rief eine Jungestimme. „Autsch…“, stotterte ich und blickte auf. Vor mir stand ein etwas größer Junge mit schwarzen langen Haaren, die er zerzaust abstehen hatte. Seine Augen waren geschminkt und er trug etwas merkwürdige Kleidung – zuerst schoss mir der Junge vom Anfang mit der Mädchenuniform durch den Kopf, doch der sah dann doch anders aus.

„Geht’s dir gut?“, fragte der Junge, als er mein verzweifeltes Gesicht bemerkte. Und bei dieser Frage brachen bei mir alle Dämme. Ich fing auf einmal an zu weinen. „…Oh!“, der Junge war etwas verwirrt über meine Reaktion.

Ich weiß noch immer nicht, wieso ich es getan habe… Dieser Junge den ich noch nie zuvor gesehen hatte… Etwas an ihm signalisierte mir, dass es in Ordnung war, dazustehen wie ein 5jähriges Mädchen und mir die Augen auszuweinen. Woher wollte ich wissen, dass er mich nicht wegstoßen würde?

Ich streckte einfach meine Arme aus und griff nach seinem Shirt – klammerte mich schon fast regelrecht daran und er nahm mich einfach in den Arm.

 

Nach einiger Zeit, als ich mich etwas beruhigt hatte, meinet er, „Na los. Ich hol dir was zu trinken.“

Und so setzten wir uns irgendwo an den Rand der Halle und ich bekam eine Wasserflasche in die Hand gedrückt, „Danke.“, sagte ich verlegen, „Tut mir leid, dass ich so zusammengebrochen war. es war… ein langer Tag.“ „Dein erstes Konzert?“, fragte der Junge und ließ mich keine Sekunde aus den Augen. „J.. Ja. Woher weißt du das?“ „Sei mir nicht böse, aber dir steht das Wort ANFÄNGER echt auf der Stirn geschrieben.“ Ich versuchte nicht beleidigt zu wirken und musste mir das Bild vorstellen wir ich wirklich AANFÄNGER auf der Stirn geschrieben hatte. „Aha. Ich schätze also, du hast dein erstes Konzert schon hinter dir?“ „Ein paar. Also wieso hast du geheult?“

Er ist wirklich… sehr direkt.

„Äähm..“ „Äähm?“, machte er mich nach. und dann erzählte ich ihm was passiert sei. Das wir eine Band gegründet hatten. Das ich geisteskranke Freunde mit mir hab und dann noch das erschreckende Konzert wo ich einen Junge in Mädchenuniform gesehen hatte, was mich wahrscheinlich für den Rest meines Lebens geschädigt hatte und dass mein Freund die ganze Zeit schon mit anderen Mädchen flirtet.

„..und in letzter Zeit ist er ständig so!“, beendete ich meine Geschichte trotzig, „Ich meine, ist es meine Schuld? Bin ich zu besitzergreifend oder so?“ Ich hielt inne, denn es kam keine Reaktion von dem Jungen neben mir, der in die vorbei gehende Menge starrte, als ob er nicht ganz bei der Sache wäre. „..? Ey. Wehe du hast die ganze Zeit geschlafen. „Wenn er dich liebt…“ EEEK! Ich schreckte zurück, weil ich dem Junge grade vor dem Gesicht herum wedeln wollte, damit er wieder auf mich aufmerksam wurde, och dann fing er an zu erzählen, „…sollte er keine Dinge tun, die dich verletzten.“ …!, „So simpel…“, sagte ich erstaunt vor mir her, „Was noch?!“, der Junge begeisterte mich, endlich verstand mich jemand – und ich hatte schon die Hoffnung aufgegeben, das es solche Leute jemals geben würde. „Sei entschlossener, wenn es darum geh, was du willst oder nicht. Sonst trampeln die Leute auf dir herum und nutzen dich aus.“ „… nu-tzen mich aus. Ich hab´s!“ Ich hatte schnell einen Zettel und Stift heraus gekramt und machte mir Notizen. „Du schreibst dir das auf?“, fragte der Junge skeptisch. „Machst du Witze? Das Zeug ist Gold wert! Genau das was ich diesem Idioten sagen werde!“, ich war voller Enthusiasmus „…“ und meinem Nachbarn fehlten die Worte.

Moment… Was wenn er denkt, dass ich anhänglich bin…was, wenn er… „Schluss macht…“ „Und? Wäre das ein so großer Verlust?“, fragte der Junge. „Öh, na ja.. Ich würde schon drüber hinwegkommen. Ich meine , ich liebe ihn und er liebt mich… (glaub ich)“ Auf einmal spürte ich einen durchschauenden Blick von dem Jungen, „Seufz… sag mir nicht, dass er dein erster Freund ist.“ ER KANN GEDANKEN LESEN!! „N.. Natürlich nicht!! Keine Ahnung wovon du redest!“, stotterte ich und würde am liebsten im Erdboden versinken. „Ich fass das als ein: Verdammt, ja! auf. Keine Angst, ich erzähl´s niemanden.“, grinste er mich frech an. „Wie wärs wenn du dann auch das dämliche Grinsen aus deinem Gesicht verschwinden lässt.“, sagte ich beleidigt.

Wow, das ist als würden wir uns seit Jahren kennen.

„Stell ihn dir in Unterwäsche vor, das hilft oft, um Mut zu bekommen.“ „Hee“ ich habe ihn schon i Unterwäsche gesehen! Das hilft rein gar nichts!“ „Hm.. wie wär´s dann mit einem Bikini?“ „BWAHHAHAHAHAHAHAHA Okay du willst mich wohl zu Tode erschrecken, was?“ (tut mir leid Kinder, aber hier beschreibe ich lieber mal nicht, wie das aussehen würde – ZENSIERT -)

auf einmal stand der Junge auf und sah sich um. Ich wischte mir immer noch die Tränen vom Lachen weg und bekam das Bild nicht mehr aus dem Kopf. „Komm mit.“ „Hä?“, ich wusste nicht wo der Junge mit mir hin wollte, als er mir die Hand hinhielt. „Du sagtest, du hast deine Karte für das Geländer hier in deiner Garderobe vergesse und brauchst jemanden, der sich zurück bringt.“ Er hat recht… „D..Danke..“

Dieser Junge, den ich noch nie zuvor gesehen habe…

„Bleib hinter mir, bei dem Durcheinander verliert man sich schnell.“ „Okay, aber kannst du etwas langsamer gehen?“, ich wurde etwas unsanft an der Hand hinter ihm hergezogen, durch die ganze Menschenmasse. „Nein. Ich bin spät dran.“

…hat es gerade geschafft, Sachen aus mir herauszubekommen, die ich vorher nie jemanden erzählt habe.

Ich spürte die Wärme der Hand des Jungen Niklas Hand hat sich noch nie so warm angefühlt… Ich ertappte mich dabei, wie ich den Jungen vor mir anstarrte, er sah gar nicht mal schlecht aus. Sollte ich mir Sorgen machen?

Irgendwann kamen wir in meinem Viertel an, wo die Garderobe war. „Hier ist das NewComer-Camp. Siehst du deine Garderobe?“

Ich ließ meinen Blick über die Halle schweifen und blieb dann bei einem Jungen hängen, der mal wieder mit einem leicht bekleideten Mädchen flirtete. „Ja, ich sehe sie..“ Warum haben diese Tussis nur so wenig an? „Gut. Bis bald.“, verabschiedete sic der Junge knapp und verschwand wieder. „…!Äh Danke.“, sagte ich noch, doch das hatte er anscheinend nicht mehr mitbekommen.

„Wenn du einkaufen gehen solltest, dann sieh dich auch nach ein paar guten Manieren um!“, sagte ich beleidigt vor mich hin und sah wieder zu Niklas, der ´schwer beschäftigt` war. ich schloss kur die Augen, murmelte einen Spruch vor mich hin und sammelte all meinen Mut. Mit großen Schritten stapfte ich auf meinen Freund zu, voller Entschlossenheit. Doch dann stockte ich, Ich werde einfach…äh…warten, bis die Tussi weggeht… Und schlich mich schnell wieder weg (kein Feigling. Nein wirklich nicht. ^___^)

 

Nach einer halben Ewigkeit, verabschiedete sich endlich diese Tussi. –Slam- ich schlug demonstrativ mit meiner Hand auf den Tisch und sah, wie Niklas leicht zusammen zuckte. 1:0 für mich achte ich mir schon siegessicher. „Wir müssen reden.“ „Das müssen wir!“, stimme mir mein Freund sofort wütend zu, „Da drüben.“, er deutete in eine Ecke, wo wir alleine waren. Mir wurde etwas mulmig, doch ich folgte ihm schnell. „Darf ich anfangen?“ „N..na klar, schieß los.“, stotterte ich zögerlich. „WAS ZUM TEUFEL HAST DU FÜR EIN PROBLEM?“ Das saß! „Was?“, ich verstand ihn nicht und wurde immer kleiner. „ICH SCHAUE NIEMAND ANDEREN ALS DICH AN UND DU ZICKST SO RUM!“ ´“…ich…“, doch ich kam nicht zu Wort. „SOLL ICH MICH VIELLEICHT AN DICH DRAN KLEBEN UND FÜR DEN REST MEINES LEBENS NIEMAND ANDEREN MEHR ANSPRECHEN?“ „Nein, nein. Das meine ich nicht…“, ich suchte ach Worten, „Es ist nur, weil… wenn du flirtest, dann sieht es so aus, als würdest du es ernst meinen. „DAS TU ICH ABER NICHT; OKAY? Ich bin dein Freund oder etwas nicht?!“, langsam wurde Niklas etwas ruhiger, „Vor kurzem war ich es jedenfalls noch. „Natürlich bist du es!“, sagte ich schnell und lächelte. „Warum vertraust du mir dann nicht? Oder ist etwas Unabhängigkeit zu viel verlangt? Ich versuche, deinen Freiraum zu respektieren, wieso tust nicht auch du mir dem Gefallen?“ Irgendwie klang das alles richtig was er sagte und langsam sah ich ein dass ich ein wenig überreagiert hatte. „Es tut mir leid Niklas… so habe ich das nie gesehen…“

Kurz tat mein Freund noch beleidigt doch dann seufzte er und nahm mich in den Arm, „Lass und nicht mehr darüber streiten.“ Ich nickte. „Wieder gut?“, fragte Niklas noch einmal, „Ja, entschuldige.“

„Soll ich dir was zu trinken holen oder irgendwas?“ „Nein danke, mir geht’s gut.“, wie gingen zu unserem Platz zurück und ich setzte mich. „Super! Behalte die Garderobe im Auge ich gehe zum ersten Konzert.“, wollte sich Niklas grade verabschieden. „Was für ein Konzert? Du lässt mich hier alleine?“ „Hörst du mir eigentlich manchmal zu? ich hatte dir doch erzählt, dass hier auch Atreyu kommen und ich zu ihrem Konzert wollte.“ „Warte! Atreyu?!“, hielt ich ihn auf und stand fassungslos vor ihm. „Du kennst Atreyu? Die super-mega-tollste EMOband die es gibt?!“ „Die erste Band die ich von dir kenne und du hast alle ihre CDs in deinem Schrank. Also erzähl mir nicht, dass du vergessen hast, dass die hier sind.“ Davon hat er mir nichts erzählt… „Warte!“, wieder hielt ich meinen Freund auf, „Da will ich auch hin!“ „Jemand muss auf die Garderobe aufpassen, Süße. Das hättest du mir vorher sagen sollen!“, stieß er mir vor den Kopf, „Ich bin in einer Stunde zurück!“ und so war mein allseits geliebter Freund auch schon weg.

Jetzt ist es offiziell… Der schlimmste Tag meines Lebens. Schlimmer hätte es nicht kommen können!

Etwas sauer, aber auch traurig fiel ich auf den Stuhl und ließ meinen Kopf in die Hände sinken. „Dann hat dich der Kerl also sitzen lassen.“, eine bekannte Stimme tauchte vor mir auf und ich sah hinauf. ARGGG! „Hi Nachbar!“, begrüßte mich der Junge von vorhin lächelnd und wandte sich dann dem Jungen zu, der die Garderobe neben uns hatte. „Hey Gustav, David braucht dich bei den Instrumenten. Ich übernehme dann hier.“, sagte er zu ihm. „Alles klar. Und um 20:00 treffen wir uns im Hotel, oder?“, fragte der Blondschopf mit seiner Käppi und machte für den meinen Tröster platz, „Ja. wir sehen uns später. Und such mal Georg. Der irrt hier auch schon seit Stunden irgendwo herum.“

-Bubump- Er ist auch in einer Band?

Genau neben mir. ich pack das nicht mehr.

„Hier.“, der Junge, dessen Namen ich immer noch nicht kannte, reichte mir einen Zettel mit Bands, „Atreyu geben morgen auch noch ein Konzert.“ „Oh! Es gibt ein Programm… niemand hatte mir davon erzählt.“, ich lächelte den Jungen an, „Danke.“

Andererseits ist es vielleicht gar nicht so schlimm.

„Bitte. Lass dir bis morgen etwas Rückgrat wachsen, dann schenkt man dir vielleicht sogar etwas Beachtung.“ Was? hatte ich mich verhört, oder was hatte dieser Knilch neben mir gerade von sich gegebene? Rückgrat?! „Ach ja? und wie wär´s wenn du dir dafür ein paar Manieren beibringen lässt?“, schnauzte ich ihn zurück an und bemerkte ein Grinsen auf seinem Gesicht.

Ich nehme alles zurück!! Er ist ein Arschloch!
 

Und den ganzen Tag über kamen ab und zu andere Bands und sahen sich Fotos oder hörten sich die Musik einem an, was dazu diente Werbung für die eigene Band zu machen – so war das nun mal am ersten Tag, erst am 3.Tage hatten wir dann die Chance aufzutreten.

Doch leider… alle die an unserem Tisch vorbei kamen um sich Fotos oder so anzugucken, blieb nie lange stehen, oder gingen gleich weiter zum Nachbartisch.

Er stiehlt mir meine Kunden. Wer auch immer zu unserem Tisch kommt, bleibt nur hier stehen, bis er die tollen Plakate entdeckt. Die Plakate der Band von neben an. Und wenn sie zuerst da hingehen, würdigen sie uns keines Blickes. Und das Schlimmste ist… ich will auch so ein Plakat! Sie sehen so toll aus. >Tokio Hotel< stand in schwarzen Buchstaben darauf und darunter waren vier Jungs zu erkennen.

„Lieber Gott…“, ich faltete schon aus Verzweiflung meine Hände und fing an leise zu beten, „Hilf mir, diese Ungerechtigkeit zu überstehen. (Erschlag ihn mit einem Blitz oder so)“ und am Anfang hatte ich sogar noch Hoffnung dass das etwas gebracht hatte, doch dann wurde mein Nachbar nur so von Geld und Anfragen nach den Plakaten überhäuft und in mir stieg die Weißglut auf. „Lieber Satan…“

–SLAM- mein Freund kam zurück und schlug wütend auf den Tisch, „Wir gehen.“ „Jetzt? Es ist doch noch nicht mal..“, fing ich an. „JA JETZT! Ich habe Hunger. Lars meinte, er spendiert ein paar Burger.“, Niklas fing an unsere Sachen zusammen zu packen und wollte sie in der Garderobe verstauen. „Niklas, ist bei dem Konzert irgendetwas passiert?“, fragte ich vorsichtig. „Du weißt doch, dass immer alle sagen, Atreyu sei so toll und sie würden alles für ihre Fans tun, oder?“ „Ja..“ „Nun das machen sie aber nicht. Sie sind die totalen Vollidioten!“

„Wieso’? hast du sie getroffen?!“ „JA! und sie meinten kleine Kinder wie wir gehören hier nicht hin – wir sollen wieder in die Schule gehen.“ „Aber.. wir sind doch in der Schule…“, merkte ich kurz an und so verschwanden wir dann frühzeitig unseren Platz.

Doch als ich an dem Nachbarstand mit ´Tokio Hotel` vorbei kam, blieb ich kurz stehen Sei nett, Sei nett, Sei nett! „Äh… bis morgen dann.“, verabschiedete ich mich dann von dem schwarzhaarigen Jungen. „Bist du sicher, dass dein Meister dich gehen lässt?“, grinste dieser auf einmal hämisch. WAS? “GEH DOCH ZUM TEUFEL UND VERRCK DORT!“, wütend stampfte ich davon.

„Reiß dich zusammen Bill…“, murmelte der schwarzhaarige Junge vor sich hin und strich sich durch de Haare als er mir hinter her sah.

 

„DAS kann nicht sein!! Das haben sie gesagt – dass ihr wieder in die Schule gehen sollt??!!“, fauchte Janna. Mittlerweile saßen wir vier alle zusammen bei MC BURGER QUEEN und aßen unsere Burger.

„Solche Idioten!“, meckerte sie weite. Genau das liebte ich so an meiner Freundin, sie sagte alles sofort ohne lange darüber nachzudenken und zu überlegen was andere denn von ihr halten, „Hört nicht auf die! Wir sind eine super Band. Wir schaffen das schon!“ „Danke.“, lächelte ich meine Freundin an.

„Nur eins…“, Janna grinste Lars breit an, „Man könnte ein wenig mehr Erotik mit reinbringen.“ „Find ich auch!“, stimmte ihr unser Drummer sofort zu und die beiden blickten mich dabei genausten an. „Nein… nein, das würde ich nie!“, ich spürte wie ich rot anlief und winkte schnell ab. „Hey, das wäre eine Klasse Idee…unsere Sängerin im Kleinen Mini oder so.“, grinste jetzt auch mein Freund. „Glaubt mir! tut  es, dann geht unsere CD weg wie nichts!“, erzählte Janna weiter und zwinkerte mir zu.

„Ohoh! Themenwechsel! Mir fällt grade eine tolle Geschichte ein.“, rief Lars und wir hörten gespannt zu. Lars erfand zwischen durch immer wieder irgendwelche Geschichten – zu Freude von uns. Ich packte meine Burger aus und wollte grade rein beißen. „Meine Damen und Herren, macht euch auf was gefasst! Die Story hat´s in sich…“ Schluck – das bedeute nichts gutes… „Vor einiger, nicht allzu langer Zeit lebte ein glückliches Bauernehepaar. Jeden Samstag verkaufte das Ehepaar Fleisch auf dem Markt im Dorf. Doch eines Tages tauchte die Frau alleine auf! Niemand verstand, was dem Ehemann zugestoßen sein konnte, bis die Leute anfingen, zurückzukommen und sagten, dass die letzte Steaks ganz besonders gut gewesen seien.“ „sie kamen zurück und wollten noch mehr davon?!“, riefen Niklas und Janna begeistert. Doch mir standen die Haare zu Berge und ich starrte die drei fassungslos mit meinem Burger in der Hand an. dann auf einmal bissen sie alle in ihr Essen – in ihr Fleisch und ich starrte auf mein Fleisch Die sind irre! Ich bin von Freaks umgeben! Bei dem Gedanken an die Bauernfrau und dass sie ihren Mann… ich konnte den Bruder nicht mehr essen. „Isst du nicht zu Ende?“, flötete mein Freund du ich gab ihm mein Essen.

„Also… was machen wir heute Abend?!“, wechselte ich schnell das Thema. „He! He! Hmmm Tentakel…“, Lars und Janna sahen mich geheimnisvoll an und ihre Augen fingen an zu leuchten. „Hä?“, ich verstand die beiden nicht, doch als ich mich meinem Freund zu wandte, erschrak ich. Niklas kam näher an mich ran „He… Kleine… siehst du meine…“, er spielte mit seinen Fingern vor meiner Nase herum und tat so als hätte er Tentakeln.

Ich wich zurück „TENTAKEEEEEELLLLLLL!“, riefen alle auf einmal und kamen näher auf mich zu um mich zu ärgern. „Hört auf! Lasst mich in Ruhe!“, rief ich schnell. „Ha! Ha! Entschuldige Catti… es macht nur so viel Spaß, dich zu foppen (ß-?)“, entschuldigte sich Janna und wischte sie Freudentränen aus dem Gesicht. „Wegen heute Abend. Wir hatten vor uns ein paar Hentai im Kino anzusehen.“, klärte mich Lars auf. (HENTAI = Anime-Prono)

„Ihr wollt was?“, fragte ich fassungslos. „Schulmädchen, die von bösen Tentakelmonstern befummelt werden und so Sachen.“, sagte Niklas, als wäre es das Normalste in  der Welt. Und mit mir ging mal wieder die Fantasie durch. Ich stellte mir die Szenen bildlich vor, wenn sie XXXXX machten und die Mädchen dann XXXXX mussten.

„Wir sollten los gehen.“, die drei machten sie für den Aufbruch bereit. „Ja, ich will einen guten Platz bekommen. He! He!“ Ich will keime Schulmädchen sehen, die vergewaltigt werden…. Ich klammerte mich panisch am Tisch fest. „Na los, Catti! Worauf wartest du och?!“, rief mir Niklas schon von der Tür aus zu. schnell sprang ich auf und holte meine Freunde ein, „Eigentlich… nun, ich habe leichte Kopfschmerzen.“, log ich. „Oh nein!“, Janna sah mich mitleidig an. „Doch. Ich denke es ist keine so gute Idee, wenn ich jetzt…“, fing ich an, doch Niklas unterbrach mich, „Ach das ist zu blöd. Vielleicht solltest du eine Aspirin nehmen?!“ „Nein, an wird es womöglich schlimmer… du weißt doch ich nehme nicht gerne Tabletten.“ „Tja. Schade, dass du nicht dabei bist“, Niklas schlug mir freundschaftlich auf die Schuler, „Hier ist der Zimmerschlüssel. Schlaf ein bisschen. Wir werden möglichst leise sein, wenn wir zurückkommen. Bis morgen.“, ich bekam noch einen Kuss aufgedrückte und dann wurde ich alleine stehen gelassen. Tränen stiegen mir wieder in die Augen. Ich war etwas enttäuscht von meinen Freunden – von meinem Freund. „Ich könnte echt losheulen…“, doch schnell unterdrückte ich die Tränen, wickelte meine Jacke fester um mich und stapfte zum Hotel.

Die Kopfschmerzen waren natürlich erfunden. Doch wenn es auch wahr gewesen wäre hätte er sich einen Dreck drum geschert!

Wenigstens ist das Hotel in der Nähe Ich lief hinter zwei Kindern hinter her die gerade durch die Eingangstür gingen und sie dann zufallen ließen. Wäre ich nicht schnell gewesen, hätte ich sie volle Kanne vors Gesicht bekommen „Oh vielen Dank fürs Tür aufhalten, ihr Penner…“, murmelte ich ironisch.

Plötzlich griff eine Hand an mir vorbei und drückte die Tür wieder auf. „Danke.“, sagte ich freundlich und wandte mich um. „Oh nein…“, de schwarzhaarige Junge stand hinter mir und hielt die Tür auf, „Du schon wieder! Der krönende Abschluss für diesen beschissenen Tag!“ der Junge ignorierte meinen Kommentar, „Gern geschehen.“

Ich lief auf den Aufzug hin und bemerkte auf einmal, dass mir der Junge folgte, „Hör auf mich zu verfolgen!“, schrie ich ihn wütend an. „Komm mal wieder runter! Ich wohne zufälligerweise auch in diesem Hotel.“, meinte dieser nur beleidigt. Verdammt!

Vor mir sah ich grade wie die letzten Gäste in den Aufzugstiegen, „Wartet! Haltet bitte die Türen offen!“, rief ich schnell. „JA DIE TÜREN OFFEN HALTEN!“, riefen auf einmal eine Horde von Jugendlichen hinter mir. „Hä?“, ich sah die Menge auf mich zu düsen und an mir vorbei in den Aufzug. Da geh ich bestimmt nicht mit rein! Doch das konnte ich mir nicht aussuchen, denn ich wurde durch das Gedrängel mit gerissen und war dann ganz hinten im Aufzug an die Wand gequetscht.

Die Leute um mich herum lachten und redeten laut, doch sie beachtete mich gar nicht wie ich mich schon an die Wand legte. „Urgh! Entschuldige mal.. he! Hallo!“, rief ich zögerlich und drückte gegen den Jungen, der mich in die Ecke drängte. „HEY! Könntest du…“ ich bekam einen Ellenbogen in die Magengrube und verlor für einen Augenblick die Luft „Aua!“

-PAMM- eine Hand schlug neben mir an die Wand und drückte den Jungen der mich nicht beachtete beiseite. PASS AUF, MANN!“, rief der schwarzhaarige Junge und ich bekam Luft zum Atmen. Der andere Junge entschuldigte sich und machte Platz.

Der Schwarzhaarige blieb vor mir stehen und hielt den Rest auch von mir fern „Alles okay?“, fragte er. Ich nickte verlegen.

Da war er schon wieder. Dieser Drang diesen Jungen nahe zu kommen, den ich kaum kenne… nach all den gemeinen Sachen, die er gesagt hatte, kann ich nur an eines denken… ich wollte diesen Jungen küssen, verführen, in einfach nur berühren.

Ich schüttelte den Kopf um die Gedanken zu verscheuchen und als ich den Jungen ansah, blickte dieser schnell weg und wurde leicht rot. Ich hob meine Hand und drehte sein Gesicht wieder zu mir, so dass er mich ansehen musste.

Was ist das? Was ist das für ein Gefühl?!

Langsam kam er meinem Gesicht näher und –DING- der Aufzug hielt im letzten Stock – ganz oben. Schnell schubste ich den Jungen von mir weg und bemerkte, dass wir alleine waren. „Huch…“ „Wo sind die alle?“, fragte mich der Junge und war genauso erstaunt wie ich. Nach einem kurzen Blick auf die Anzeige, meinte er, „Ups, ich habe meine Etage verpasst…“ „Ich auch…“, jammerte ich Was zum Geier hätte ich eben fast getan?!

„Probieren wir´s noch mal. Auf welcher Etage bist du?!“ Ich fächerte mir unauffällig Luft zu und meinte knapp, „612.“ –Schock- Der Junge fing an zu grinsen. „Ich meine 6!!“, rief ich schnell und winkte ab. „Na dann drück ich mal Etage 612. ich steige bei Etage 306 aus.“, lachte er auf. Nun, ich schätze das ist auch eine Art, seine Zimmernummern auszutauschen… ZIMMERNUMMERN?! Meine Fantasie fing wieder an mir einen Streich zu spielen, ich stellte mir vor, wie wir uns flirtend in den Armen lagen: mein Zimmer oder deins? Na los doch, geh raus aus meinem Kopf!!

Der Junge drückte auf die 6 und der Aufzug schloss die Türen. Warum. Ist. dieser. Tag. Noch. Nicht. Vorbei? ich tat einfach so als wäre nichts gewesen und wollte nur noch weg.

„Übrigens..“, fing der Junge auf einmal an und ich sah ihn fragend an, „Es tut mir leid wegen heute Nachmittag. Ich bin zu weit gegangen. … in der Hotelbar machen sie gute Milchkaffees – Darf ich dir einen als Entschuldigung spendieren?“, fragte er zu ende. „Ähm…“ Denk schneller! Denk schneller! Denk schneller! Denk schneller! „..Nein!“ Ich spürte den stutzigen Blick des Jungen auf meiner Haut, Na schön…“, sagte er enttäuscht und ich fing an zu grinsen, „Aber eine Tasse heiße Schokolade wäre nicht schlecht.“

Ein Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit, D..Du stichelst mich, na gut. Ich schätze das habe ich verdient.“ Oh mein Gott habe ich eben grade geflirtet??!!!!! Meine kleiner Engel und der Teufel tauchten auf meiner Schulter auf, „Oh ja und wie du das hast!“, lachte der Teufel. „Hat sie nicht! Sie hat einen Freund!“, rief mein Engelchen schnell.

 

„..aber ansonsten, nein. Ich mag Leute im Allgemeinen nicht so.“, erzählte Bill, der schwarzhaarige Junge. „Wirklich?“, ich trank meine heiße Schokolade und sah ihn mir etwas genauer an, wie er so in seinem Stuhl saß und auf seine Tasse starrte. „Das versteckst du aber gut.“, meinte ich selbstbewusst.

Doch auf einmal wurde Bill ernst und sah mich an. ich war leicht verwirrt, weil ich seinen Blick nicht deuten konnte. „Du bist wie zwei unterschiedliche Personen. Einen Moment bist du sanftmütig und unterwürfig und dann plötzlich bissig und sarkastisch.“, meinte er dann. „ähm.. Ja das sagen mir Leute oft, dass ich etwas seltsam sei. Es tut mir leid, dass ich dich vorhin angebrüllt habe, als du mit ´gefolgt` warst.“, sagte ich noch schnell hinter her, denn es lag mir schon die ganze Zeit auf der Zunge. „Das sollte es di auch.“, kam es grinsend. „Klugscheißer!“ „Aber das ist nicht das, was ich meinte.“, er machte eine kleine Pause, „Dein Freund: Es scheint so, als würdest du ihm viel mehr durchgehen lassen als anderen Personen. Liegt das daran, dass du mit ihm schläfst?“ Ich hätte bei dieser Frage beinahe meine Schokolade wieder ausgespuckt, hielt mich jedoch zurück. „Manchmal krallen sich Menschen an ihrer ersten Liebe verzweifelt fest und versuchen alles, damit es klappt. Selbst wenn sich die erste Liebe als ein totales Aschloch entpuppt.“ Ich verschluckte mich, als ich Bill dabei zuhörte und fing an zu Husten, doch anstatt mir zu helfen, fragte er, „Machst du das auch?“ „Wie kommst du dazu, mich solche persönlichen Sachen zu fragen?!“, meinte ich empört. „Ich bin bloß neugierig, dass ist doch kein Verbrechen.“, wehrte er schnell ab. „WAS? aber.. das geht dich gar nichts an… ich meine… du schminkst dich… was willst du mir denn schon sagen?!“, fauchte ich ihn wütend an und damit dachte ich, hatte ich endgültig bei ihm verschissen, denn für einen Augenblick sah er mich traurig und enttäuscht an. ich war zu weit gegangen.

„Es tut mir leid…“, stammelte ich und beruhigte mich wieder. „Zurück zum Thema. Dein Freund…“, Bill machte sich nichts daraus, sonder plapperte munter weiter, was mich irritierte und verunsicherte, „…ist ein Arsch, aber du hängst noch immer mit ihm rum. Wieso?“ „Oh,… ähm.. Es ist leicht jemanden loszulassen wenn er nicht perfekt ist. ich hänge eben lieber noch mit der Person rum und helfe ihr, sich zum Bessern zu ändern.“, erklärte ich und sah in meine Tasse. „Das ist tapfer von dir. Aber ein Band, das gedehnt wird, wird mir immer stärkerer Wucht zurückschnalzen. Wenn du ihm diese Sachen durchgehen lässt, wird er immer schlimmer werden.“, erzählte Bill einfach so weiter. „…Woher weißt du all die Sachen?“, ich hatte das Gefühl ei einem Psychologen zu sitzen, aber es machte auch Sinn was er sagte. „Anfängerkurs Psychologie am College. Besser als Fernsehen.“, witzelte er.

Ich mag es wie er lacht.

Nach zwei Stunden des Plauderns machten wir uns auf den Weg in unsere Zimmer und verließen das Cafe. „Tja… dann sehen wir uns morgen.“, meinte ich. „Hört sich gut an.“, lächelte Bill. plötzlich wurde ich nach hinten gerissen und sah Niklas wütend neben mir, „WAS ZUM TEUFEL…?!“, fing er an. „Oh Niklas… das ist Bill.“, stellte ich ihm erschrocken vor. „Schon zurück vom Porno?!“, fragte aber nur dieser abwertend.

„Was zum Henker tust du hier? Ich dachte du hättest Kopfschmerzen?!“, schrie mich mein Freund wütend an. „Ich…“ „Vielleicht kann ich besser Gesellschaft leisten…“, mischte sich Bill wieder ein. „HALT DIE KLAPPE UND HALT DICH VON MEINEM MÄDCHEN FERN!!!“ „Was sonst?!“, stichelte Bill weiter meinen Freund, der natürlich drauf an sprang. „DAS KANN ICH DIR GERNE DRAßEN ZEIGEN!“ „Hey…! Wartet Jungs!“, ich stellte mich sicherheitshalber zwischen die beiden Streithähne. „HALT DICH RAUS!“, Niklas wollte mich beiseite schubsen. „Red nicht so mit ihr!“, meinte Bill „Erzähl mir nicht, wie ich mit MEINER Freundin reden soll!!“ „Wo du schon träumst… Wie wär´s mit´nem kleinen Pony?!“, konterte Bill wagemutig. „HALTET DEN MUND!“, jetzt reichte es mir. ich schubste jeden von ihnen in eine Richtung, „Männer…!!“, meinte ich abwertend nur und wandte mich dann zu Bill, „DU! Danke für den wunderschönen Abend. Wir sehen uns morgen.“, sagte ich zurücksüß und wandte mich dann meinem bescheuerten Freund zu „UNDN DU! ‚Du kommst mit mir!“, ich schleifte Niklas am Kragen hinter mir her.

 

Der Aufzug hielt an und die Türen öffneten sich. „…mit irgendeinem Kerl?!“, schrie mich Niklas an und das kleine Kind, dass mit seiner Mutter mit uns gefahren war, sah uns schon die ganze Zeit groß an. „Er ist völlig in Ordnung!“, meinte ich nur. „Also flirtest du mit ihm hinter meinem Rücken?“, unterstellte mir mein Freund und rannte wütend in der Flur. „Na ja, ich MEINE es ja nicht so!“, und die Betonung lag auf ´Meine`, „Ich revanchiere mich doch nur für dein Entgegenkommen, mir Freiraum zu lassen.“, jetzt hatte ich ihn endlich – dachte ich zumindest, „Bin ich nun deine Freundin oder nicht? Wieso vertraust du mir dann nicht? Oder ist etwas Unabhängigkeit zu viel verlangt?“, jetzt sprudelte ich den ganzen Scheiß, den er mir heute Nachmittag schon vorgeworfen hatte noch einmal herunter und fühlte mich siegessicher, bis er auf einmal auf  sah. „Na, wie fühlt sich das an, Niklas?!“, stichelte ich weiter und schloss unser Hotelzimmer auf.

„Wieso bist du überhaupt so früh zurück? Hat dein Porno nicht länger gedauert?“, fragte ich nach. „Ich bin gekommen, um nach dir zu sehen.

-Schock- „Als ob dich das kümmern würde.“, er wandte sich eingemuckelt ab. Doch ich zog an seinem Shirt, „Warte… Du… du hast dir Sorgen gemacht um mich?!“, fragte ich kleinlaut. „Natürlich.“, kam es nur und ich schwebe wieder auf Wolke sieben. „So überrascht brauchst du nun auch nicht zu tun.“ „Äh… es tut mir leid, dass ich geschrieen habe.“, sagte ich schnell und wurde sofort an Niklas gezogen und küsste ihn sanft. „Weißt du…“, fing er an, „..sie werden erst in einer Stunde wieder da sein…“, ich spürte, wie seine Hand an meinem Hosenbund herumspielte. „O..Okay…“, sagte ich zögernd und wir schlossen die Tür hinter uns.

Währenddessen kamen Janna und Lars zurück. „GROOOAN!“, Lars hielt sich den Bauch. „Kein Fast Food mehr dieses Wochenende, okay?!“, versuchte Janna ihren Freund zu beruhigen. Bevor sie die Tür zu unserem Apartment aufschließen wollte, zögerte sie, „…oder soll ich erst klopfen?!“, fragte sie sich selber, denn sie hatte Angst, dass sie mich und Niklas bei irgendetwas unanständigen erwischen könnte.

„Egal… umbringen tun sie uns sowieso..“, keuchte Lars unter schweren Bauchschmerzen, „..und mir wäre das sogar recht.“ „Oh Gott…“, Janna war es ziemlich unangenehm und öffnete die Tür mit Augen zu und einem lauten Knallen, so das Niklas und ich aufschreckten. „OKAY; LEUTE DECKT ALLES ZU; WAS NICHT GESEHEN WERDEN SOLL!“, rief sie und sofort kroch ich weiter unter die Decke, da wir beide schon nichts mehr anhatten.

„Entschuldigt…! Ich weiß, dass wir gesagt haben, ihr könntet eine Weile ungestört bleiben… Aber Lars geht´s echt schlecht….“, entschuldigte sich meine Freundin und traute sich immer noch nicht die Augen zu öffnen. „Hä… Woher wusstet ihr, dass….“, stutze ich und dann wurde mir alles klar: Niklas hatte gelogen, er war gar nicht früher gekommen um nach mir zu schauen. Ich warf meinem Freund einen bösen Blick zu, der sich nur grinsen den Kopf kratzte, „Kein Problem, braucht ihr irgendetwas?“, fragte er dann schnell die anderen. „Oh vielen Dank! Aber es ist alles in Ordnung. Er braucht bloß seine Medizin und eine Runde schlaf.“, entschuldigte sich Janna immer und immer wieder, während sie den Armen ins Bett brachte.

„…Du wolltest also nach mir sehen, was?“ meinte ich wütend und verschränkte die Arme über der Decke um nicht ganz nackt dazuliegen. „Ach komm schon, wir haben so selten etwas Zeit für uns! Das war eine perfekte Gelegenheit.“, meinte Niklas frech und dafür bekam er die mega-ultimative-ohrfeige die es gab.

Dann klettere ich mit meine Decke und ein paar Kissen aus dem Bett und legte mich auf den Boden. „NA GUT… OKAY… DANN BLEIB HALT DA UNTEN!“, schrie mich Niklas wütend an und schmiss sich zurück aufs Bett, „Hey Leite, habt ihr eine Decke für mich übrig?!“, fragte er die anderen beiden. Und sofort bekam er wütend eine ins Gesicht geschmissen, da Janna sein Verhalten auch scheiße fand, „Und halt den Mund!“, meinte sie schroff und so endete dieser verdammt miese Tage endlich.

 

***

 
Am nächsten Morgen.

Ich streckte mich, weil mein ganzer Rücken weh tat von der Nach auf dem Boden. wir befinden uns wieder in Halle und ich sitze alleine an unserem Platz. Schau ihn dir an. Tut so, als wäre nichts passiert. Mein Blick schweifte zu Niklas, der sich mit einer anderen Band unterhielt.

-PLOP- jemand ließ seine Tasche auf dem Nachbartisch fallen und meine Stimmung besserte sich schlagartig. „Morgen!“, begrüßte ich Bill freudig. „Ja, ist es.“, kam mal wieder einer seiner Kommentare, „Wusstest du, dass du zwei Donuts auf dem Kopf stecken hast?!“, lachte er auf einmal, denn ich hatte mir heute meine Haare zu zwei Knoten zusammen gebunden, „Nur mal so zur Info.“, lachte er weiter.

Am liebsten hätte ich ihm wieder den Kopf angerissen, doch diesmal wollte ich es anders angehen. Ich setzte mich grade hin und machte die Covergirl-Pose, „Tu mir einen Gefallen und versuch dich wenigstens nicht so anzuhören, als würdest du mich wollen.“, meinte ich cool und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht. „Wieso? Ich bin Manns genug, um zuzugeben, was ich will.“, konterte er. Ich brach zusammen, „Klugscheißer…“, murmelte ich nur.

K.O. 1-0 für den werten Herrn.

„Hey, Bill!“, der blonde Junge, Gustav hieß er glaube ich und ein braun haariger Junge kamen zum Nachbartisch, „Bist du mit auspacken fertig? Wir übernehmen hier. David will dich beim Proben haben.“, meinte die beiden, „Er hat mal wieder eine seiner Launen! Habt ihr zwei vielleicht gestritten oder so?“ Bill antwortete nicht, sondern verdrehte nur die Augen. „Wusst ich´s doch.“, seufzte der braunhaarige und setzte sich auf einen Stuhl, „…Bill, ihr zwei solltet wirklich…“ „Ich weiß. Ich weiß.“, winkte Bill schnell ab, „Ich kümmere mir drum.“, und so war er auch schon in der Menge verschwunden.

Auf einmal wurden die beiden Jungs auf mich aufmerksam, da ich die ganze Zeit interessiert zugehört hatte. „Hi! Du bist Cathrin, oder?“ Über wen habt ihr da gesprochen? „Nett dich kennen zu lernen.“ Ich kann die beiden doch nicht einfach so fragen… hm… er würde doch nicht mit mir flirten, wenn er eine Freundin hätte… stimmt´s?

Und mal wieder tauchten Engel und Teufel auf. „Hält Niklas doch auch nicht davon ab…“, meinte der Teufel flach und der Engel fügte nur noch hinzu, „Hält dich doch auch nicht davon ab…“ „…gut beobachtete…“, murmelte ich den beiden zu. Vielleicht ist seine Freundin eine totale Zicke… wenn er eine hat.“, munkelte der Teufel weiter, „Wie dein Macho hier. Vielleicht ist seine Beziehung kurz vor dem Aus und du bist der erste Lichtblick seit langem… also kann er einfach nicht anders…“ Ich stellte mir garde bildlich seine Freundin vor, wie sie einen Zesiert-Streifen vor den Augen hat (weil Catti ja nicht weiß wie sie aussieht) und darauf steht dann in großen Buchstaben: TEUFELSBRAUT und sie sagt: Ich mache sein Leben zur Hölle!!! Hahahahaha! „Ohhh wir müssen ihn retten!“, trällerte der Engel verliebt.

Ich fiel seufzend auf den Tisch. Jetzt führe ich auch schon Selbstgespräche…tsss „Entschuldigung…hallo?“, jemand stand vor meinem Tisch und ich sah auf, „Halloooohooo! Ein wichtiges Konzitreffen ist jemand zu Hause?!“ „Ja Mensch…“, stöhnte ich und setzte mich auf. „Bist du Cathrin Leroux?“ Äh… will ich das sein? „Ja, ich…“ „Sehr gut. Das ist für dich.“, der Mann drückte mir einen Zettel in die Hand, „Viel Glück bei eurem Auftritt.“ Und schon war ich wieder alleine.

„Hä?“, ich verstand zwar nicht was das grade sollte, aber als mein Blick auf den Zettel fiel, konnte ich nicht glauben was ich sah: Für Cathrin von Atreyu stand darauf, schnell riss ich ihn auf und fing an zu lesen.

„… bis später, Leute.“, Niklas kam zu mir und setzte sich, schnell steckte ich den Zettel ein. „Öhm… Bloß zur Information. Gegen Eins schaue ich mich ein bisschen hier um.“ „Ja, was auch immer.“, meinte mein Freund nur gelangweilt und mit Schmollmund. Sei stark, sei stark… Bill hat Recht, ich kann ihm nicht alles durchgehen lassen… ermahnte ich mich selber und fragte ihn nicht was los sei.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
12:35 Uhr. Diesmal war ich auf meinem Trip besser vorbereitet: Messeplan und Tasche für Einkäufe – okay! Handy für den Notfall und zum cool aussehen. Touristengesichtsausdruck… ach lass wir das lieber!

„Jimmy Eat World! Schrie ich freudig auf, als ich eine meiner Lieblingsbands auf einem Plakat entdeckte. „Es ist außerdem ein Angebot.“, rief der Verkäufer mir entgegen. „Darf ich bitten, mein Herr. Füllen Sie sie auf!“, ich hielt dem Verkäufer meine offene Tüte hin und sahnte alles mögliche meiner Lieblingsband ab.

Natürlich ist es dann verständlich, dass man total aus dem Häuschen ist. und das wirkte sich auf meinen weiteren Einkauf dermaßen aus… „MANGA!“ „EMILY“ „KOSTÜME!“ „STIFTE!“ „KRIMSKRAM!“ „PLINGPLING!“ überall wo ich hinsah, entdeckte ich tolle Sachen und meine Augen waren zu Sternchen geworden, die nur noch leuchten konnten.

Ich wurde auf einmal auf eine Menschenmasse aufmerksam und ging nachschauen was dort los war. wooowww, wer ist denn das? Ich sah ein Mädchen – eine junge Frau, sie war umwerfend schön. Wahrscheinlich ein neues Topmodel oder so. sie sah einfach umwerfend aus.

Sie sah aus, als sei sie dem neusten Hollywoodfilm entsprungen. Ich hätte nicht gedacht, dass solche Leute wirklich existieren…

„Darf ich ein Foto von euch beiden machen?!“, fragte ein kleines Mädchen die Schönheit. „Natürlich.“ Sie wandte sich um und schnappte sich einen schwarzhaarigen Jungen mit geschminkten Augen und einer Zottelfrisur. Bill… „Sag Cheese!“, rief die Schönheit Bill zu und umarmte ihn stürmisch.

Für einen kurzen Augenblick dachte ich die Zeit würde still stehen und dieses Bild von der wunderschönen Frau und Bill brannte sich in mein Gedächtnis – wie sie ihn an sich drückte und in die Kamera strahlte.

-KLIRR-

Das war nicht das Geräusch meines Herzens, das gerade zerbrochen war. Ich habe mich nicht in einen Jungen verliebt, den ich gerade mal einen halben Tag kenne.

Mein Engel erschein wieder, „Ich bin mir sicher, das war seine Schwester oder so. es ist immer eine Schwester oder so!“, versuchte er mich aufzumuntern, doch da erschein auch mein Teufelchen, „Bist du von den vielen Shojo Manga blöde geworden?“, schrie es den Engel an, „Hast du nicht gesehen, dass se an ihm dran geklebt ist wie ein nasses Handtuch?!“ Vielleicht stehen sie sich einfach sehr nahe?“, stammelte der Engel und gab auch schon die Hoffnung auf.

„Na ja, egal. Ich hatte sowieso keine Chance. Und eigentlich sollte ich nicht einmal drüber nachdenken, ob ich eine Chance hätte oder nicht… Seufz!“, sagte ich traurig vor mich hin.

Doch auf einmal sah ich auf die Uhr und erschrak 1:14 Uhr. Ich sollte mich doch um 1 bei dem Konzert sehen. „VERDAMMT!“, schnell machte ich mich auf die Socken und rempelte bei meinem Affentempo die ganzen Leute an.

Endlich sah ich ein Schild auftauchen, V.I.P. LOUNGE und sprintete drauf zu.

Doch dann musste ich hart abbremsen und sah auf. Vor mir stand ein Angst einflößender Bodyguard, der mich erwartungsvoll ansah. „Ehm. Ich muss… da rein.“, sagte ich zögerlich. Auf einmal machte der Typ einen schnell Handbewegung ich und zuckte zusammen, doch dann zeigte er nur wortlos auf ein Schild: VIP ONLY stand dort drauf. „Oh, na klar.“, da fiel mir der Brief ein und ich kramte in meiner Tasche, reichte dem Mann den Wisch und grinste breit. der Bodyguard nahm den Zettel und las ihn aufmerksam, dann sah er mich wieder an, „Netter versuch.“, sagte er nur und zerriss den Zettel.

Mir fiel die Kinnlade herunter, was tat er da? „Das sah ihrer Handschrift nicht einmal ähnlich!“, meinte der Typ und schmiss die Fetzen weg. „…!“ „Mach ne Fliege, Kleine.“ „DER BRIEF WAR ECHT! ER WAR VON ATREYU!“, moserte ich los und sah an dem 2Meter Bodyguard hoch, „SIE HABEN GESAGT, SIE WOLLEN MICH SEHEN!“ „Und sie haben dir sicher auch ´ne Millionen Dollar versprochen. So was soll in Träumen schon mal vorkommen.“ „ARGHHH!“ „Wen wollten wir sehen?“, fragte auf einmal eine Stimme hinter uns und ich sah mich um: Atreyu!

„Bloß ein verrückter Fan.“, sagte der Bodyguard und wollte mich wegschieben, „Ich kümmere mich drum.“ „ABER! Ihr habt mir einen Brief geschrieben! Ihr wolltet…“ auf einmal fiel es der Band wieder ein, „Oh! Du bist Cathrin?! Die von >Wary City<?“, fragten sie. Ich stand schon in Tränen vor ihnen, „JAaaaa…“ sofort wurde ich ergriffen, „WHOOHOO!“, riefen sie alle begeistert und ich wurde im Affentempo in die VIP-Lounge gezogen.

„Wir haben die Sängerin!“, rief die Band einer Frau zu, die einen Manga in der Hand hielt. Ich konnte meinen Augen nicht glauben, Yuu Watase! (Mangaka) die leibhaftige Zeichnerin von Alice 19th, Ayashi no Ceres und ZetaiCareshi.

„YO! Her mit ihr!“, rief Yuu und ich wurde auf einen Stuhl abgesetzt. (Bei dem folgenden Text ist es nicht allzu schlimm, wenn ihr nur Bahnhof verstehet, dass ist nicht wichtig! XD) „Die Sekretärin…“, Yuu zeigte af den Manga, „ist sie ein Geist oder ein Mensch mit übernatürlichen Kräften?“

Ich sah meine Göttin von Zeichnerin total fasziniert an –Blink- „Und?“, fragten sie ungeduldig. „S… Sie ist ein Geist.“, meinte ich dann, da ich den Manga kannte und ich Yuu deswegen schon mal einen Fanbrief geschrieben hatte.

„HA! Du schuldest uns ein Abendessen! Zweifle niemals an dem, was ein hardcore-Manga-Fan sagt! (Damit war wohl ich gemeint)  “, rief Atreyu begeistert „Hört auf so schadenfroh zu sein, sonst kriegt ihr Zwiebelringe zum Abendessen.“, meinte Yuu. Sofort zuckte Atreyu zusammen „…ich bin ganz brav.“, sagten sie schnell, anscheinend mochten sie keine Zwiebelringe. „Dann ist ja gut.“, grinste Watase breit.

da fiel mir auf einmal ein, was Niklas meinte: dass Atreyu total bescheuert seien. „Apropos Essen… isst du ein paar Sandwiches mit uns?!“, fragte Atreyu freundlich. „Darf ich?!“, rief ich freudig.

Eine halbe Stunde später…

„Also hast du nicht gesagt, dass wir wieder zurück zur Schule sollen?!“, fragte ich vorsichtig. Atreyu schluckten ihr Brötchen runter und meinten dann, „Das hat er gesagt?!“ „So was hatte ich schon lange nicht mehr gehört.“, meinte Yuu und schüttelte den Kopf. „Wenigstens hat er nicht behauptet, ich hätte seine  Songs in den Abfall geworfen.“ „Oh Gott, an die erinnere ich mich! Hat sie sich je entschuldigt?!“, lachte Yuu.

„Ich meinte nur, dass seine Ausdrucksweise etwas grob sei. Ich habe ihm vorgeschlagen an einen Musikschule zu gehen und vielleicht ein paar Stunden zu nehmen, weil na ja… er braucht sie!“ klärte mich Atreyu auf. „Oh. Ich dachte immer, er sei sehr gut.“, meinte ich, leicht enttäuscht. „Ist er auch! Besser als andere! Eine viel versprechende Arbeit. Das hab ich ihm auch gesagt. Aber von Professionalität ist er noch weit entfernt. Um ehrlich zu sein, hat er noch einen laaaangen Weg vor sich. doch das Talent ist vorhanden. „Okay…äh… und was meinst du zu den anderem Schreibstil – zu meinem Schreibstil?!“, fragte ich zögernd und hatte schon etwas Angst vor der Kritik.

Atreyu beugten sich rüber, „Ich muss dich was fragen… Suchst du nach einer ehrlich gemeinten Kritik oder nah etwas, was deinem Ego schmeichelt?“ „Schluck… K…Kritik, bitte… Aber drückt es sanft aus.“ „Du bist tapfer. Respekt.“, lobte mich die Band, „Der Schreibstil… an manchen Stellen fesselst du die Hörer richtig: vor allem am Anfang. Es klingt fast perfekt, doch dann lässt dein Schreibstil etwas nach, du versucht di Lücken zu füllen, doch das Ende.. das haut dann alle um!“ „…Mehr umhauende Ende!“, schrieb ich auf einen Notizblock. „Du schreibst dir das auf?“, fragte die Band stutzig. „Ich will das nicht vergessen. Was sonst?“, fragte ich weiter.

„…!“, die Band sah sich an, fing an zu grinsen und schmiss sich plötzlich auf mich, „WIR LIEBEN DICH!“, riefen sie und umarmten mich freudig. Schnell kämpfte ich mich dadurch. „Verzeih uns, dass wir das einen Moment lang genießen… du bist die erste die so tapfer unserer Kritik annimmt.

Da klingelte plötzlich mein Handy: Niklas. Nicht abnehmen! „Ich muss leider gehen.“, ich stand auf und packte meine Sachen zusammen. „Vielen Dank für alles.“, sagte ich noch schnell. „Oh, Moment. Warte.“ Atreyu suchten nach einem Zettel und hielten ihn mir dann hin, „Bekommen wir ein Autogramm?“, fragte sie, „Du hast Zukunft, Mädchen! wir werden stolz darauf sein, sagen zu können, dass wir dich kennen gelernt haben.“, zwinkerte mir die Band zu.

Ich wurde rot und wollte schon zitternd den Zettel entgegen nehmen, mein Herz raste wie wild… und dann… dann kippte ich um – ich verlor mein Bewusstsein.

 

„Bist du sicher, dass es dir gut geht?!“, fragte Atreyu, als sie mich zum Ausgang begleiteten. „Ja, ja. es geht mir gut.“, meinte ich beschämt. Mir war das total peinlich gewesen, dass ich ausgerechnet da zusammen geklappt war, „Entschuldigt bitte was da passiert ist. und danke noch mal.“ „Also, pass auf dich auf, hörst du?“, die Band umarmte mich ein letztes Mal und ich ging grinsend zurück zu unserer Garderobe.

Wow! WOOOW!...oder... Ich gehörte jetzt dazu!!!!

„OHMEINGOTTOHMEINGOTTOHMEINGOTT!“, schrie ich überglücklich und sprang so hoch ich konnte. Und da klingelte mein Handy wieder, doch diesmal ging ich total in Gedanken ran, „Hallo?“ „WO ZUM TEUFEL STECKST DU?“, schrie Niklas an der anderen Leitung. „Zwei Tische weiter. Reg dich ab.“ Und ich legte auf.

„Wieso hast du so lange gebraucht?!“, meckerte mein Freund sofort los, als ich ankam. „Dieser Ort ist einfach zu groß. ich habe mich verlaufen.“, meinte ich ruhig und setzte mich. „Ich geh jetzt jedenfalls zu dem nächsten Konzert.“, sagte Niklas wütend, „Okay, viel spaß.“

Es ist seltsam… wie ein einziger Tag reichen kann, jemanden in einem völlig anderen Licht zu sehen. Ich habe das Gefühl Niklas gar nicht mehr zu kennen…

 

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